Petr Nedoma spricht mit Gottfried Helnwein
Ein Gespräch aus dem April 2008, geführt zur Vorbereitung der Retrospektive „Angels Sleeping“ in der Galerie Rudolfinum, Prag.

Anlass
Petr Nedoma leitet die Galerie Rudolfinum in Prag, eines der wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst in Mitteleuropa. 2008 zeigte die Galerie die Retrospektive Angels Sleeping – The Work of Gottfried Helnwein. Im April 2008, während der Ausstellungsvorbereitung, führte Nedoma mit Helnwein ein ausführliches Gespräch. Es erschien im Katalog zur Ausstellung (Galerie Rudolfinum, Prag 2008, ISBN 978-80-86443-11-9).
Themen des Gesprächs
- Schlüsselthemen des Werks und die Frage, was sich zwischen den frühen Arbeiten und der Gegenwart verändert hat
- Der Beginn als Maler: Helnwein beschreibt, wie er ohne Kontakt zur „hohen Kunst“ zu malen begann, geprägt von Heiligenbildern und Comics
- Das Kind: warum Kinder im Zentrum seiner Arbeit stehen und wie jemand Kindern anders als mit Liebe begegnen kann
- Gesellschaft und Akademie: was ihn an der Gesellschaft am meisten störte und was ihn an der Akademie prägte
- Literatur: sein Verhältnis zu österreichischen Autoren wie Thomas Bernhard
- Zeichnung, Malerei und Fotografie: die Rolle der Zeichnung, die Aura des Originals und was Malerei kann, was Fotografie nicht kann
Einordnung
Das Gespräch ist eine der wichtigsten späteren Selbstauskünfte Helnweins. Viele Motive aus dem fast zwanzig Jahre älteren Mäckler-Gespräch tauchen wieder auf, etwa die Prägung durch Comics und katholische Bilderwelten, nun aus der Perspektive eines international etablierten Künstlers. 2011 präsentierte das Rudolfinum in der Ausstellung Undeniable Me zudem Helnweins Bildzyklus 48 Portraits gemeinsam mit Gerhard Richters gleichnamiger Serie.
Quelle
Petr Nedoma: Angels Sleeping. Retrospektive Gottfried Helnwein. Galerie Rudolfinum, Prag 2008, ISBN 978-80-86443-11-9.
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